Mein Herz,
Es rast,
Setzt aus, setzt ein.

Ich atme
Nur oberflächlich
Hebt und senkt sich mein Brustkorb.

Der Rest: starr.
Die Glieder, der Nacken, der Blick.
Die Kniescheiben: hochgezogen,
Bis zum Anschlag,
Fast zerbersten sie.

Der Mund – offen für einen stummen Schrei.

Wie gemalt stehe ich im Türrahmen,
Unfähig zu denken und zu fliehen.

Nur atmen – bis keine Luft mehr Platz hat.

Und du?
Deine Beine – schwarz.
Dein Körper – aufgebläht.
Deine Silhouette – zerfranst.

Dick klebst du an der Wand,
Auf die du deinen Schatten wirfst,
Satt füllst du die Ecke aus,
In der du kauerst.

Bereit, mich mit hundert Augen anzusehen.

Lauerst du?

Ja, ja, ja!
Die Schüsse in meinem Kopf
Sagen mir,
Dass der Boden vor mir aufreisst
Und du tausendfach hinausströmst,
Dabei deine Beine streckst,
Deine Klauen reckst
Deine Zähne bleckst,
Mich umkreist, beäugst und deine Netze auswirfst.

Nur atmen – bis keine Luft mehr Platz hat.

Ich falle in deinen Trichter,
Immer tiefer;
Der Boden ein kleiner Punkt
Am Ende des dunklen Tunnels.

Wo bist du?
Ich greife mir an den Kopf.
Hier? Da? Wo?
Wo, wo, wo?
Schiesse ich um mich.
W.O.?
W.O. B.I.S.T. D.U.?

Ich will dich zurückhaben,
Dick an der Wand,
Auf die du deinen Schatten wirfst,
Satt in der Ecke,
In der du kauerst,
Bereit, mich mit hundert Augen anzusehen.

Nur atmen – bis keine Luft mehr Platz hat.

Die Tür geht auf.
Ein Engel schiebt sich an mir vorbei,
Bückt sich, greift nach etwas.
«Die war aber klein»,
Sagt der Engel
Und schliesst die Tür hinter sich.